Überfordert als Mutter: Wenn das Leben mit Kind ganz anders kommt als gedacht

 
 

Es gibt keinen Weg, eine perfekte Mutter zu sein, aber eine Million Wege, eine gute zu sein.“

- Jill Churchill


 
 

Als Mama überfordert und einsam – ist das noch normal?

Als ich frisch Mama geworden bin, war ich überfordert mit meiner neuen Rolle.
Ich war fest davon überzeugt, das Leben geht weiter wie vorher, nur halt mit einem Kind dazu.
Ich kann weiter arbeiten und Karriere machen wie vorher, durch die Welt reisen und schöne Hochzeiten fotografieren (das habe ich vor Kind und C. gemacht).

Doch es kam alles anders – und das wollte ich nicht wahrhaben.
Ich kämpfte innerlich gegen Grenzen und Einschränkungen und litt enorm unter Einsamkeit als Mama und der Isolation.
Mir fehlte der Austausch mit anderen und ich kam mit meinen Emotionen nicht mehr klar.

Agierte oft impulsiv ud emotionsgesteuert, statt rational und fand mich Abends, als meine Tochter schlief, in einer negativen Gedankenspirale wieder.
Gedanken wie: “Du hast als Mutter gescheitert, du schaffst es nie eine perfekte Mutter zu sein, wieso hast du dein Kind angeschrien?” machten sich laut und breit, was zu einem tiefen Schamgefühl und Selbstverurteilung führte. Das zog unheimlich viel Energie und vor allem Lebensfreude. Ich war oft enttäuscht über mich selber und fragte mich wie schaffen andere es? Sieht es bei ihnen auch so aus? Geht es auch anderen Müttern so wie mir?

War das alles normal und Teil des Paketes, Mama zu werden?
Wieso hat mir das vorher keiner gesagt?
Hätte ich darauf gehört? Ich weiß es nicht.
Und ganz ehrlich: Kann man das rückblickend überhaupt entscheiden?

Fakt war:
Ich kam mit mir und der Welt, in der ich steckte, nicht mehr klar.
Es musste doch eine andere Art geben, Mama zu sein und gleichzeitig innere Leichtigkeit zu verspüren – und nicht nur diese Schwere.

Ich begann, mir Hilfe zu suchen. Doch auch das ging mir nicht schnell genug und so fing ich selbst an, eine Coaching-Ausbildung zu machen.
Diese ging über 2 Jahre und ich kann dir sagen: Da wurde einiges in mir hochgeholt, das noch nicht verarbeitet war.

Es waren die härtesten 2–3 Jahre meines Lebens.
Es fühlte sich noch enger an als ein Schmetterling in seinem Cocoon.

 
 
 
Am DU werde ich zum ICH.
— Martin Buber

Wie ich da langsam wieder herausgefunden habe

Vielleicht fragst du dich beim Lesen, wie ich da wieder rausgefunden habe.

Die ehrliche Antwort? Es hat gedauert. Lange.

Nicht Wochen. Nicht ein paar Monate. Eher nochmal zwei, drei Jahre.

Und ich habe das nicht alleine geschafft.

Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich mich im Kreis drehe.
Dass ich immer wieder an denselben Punkt komme – mit denselben Gedanken, denselben Gefühlen, derselben Schwere.

Und dass ich da alleine nicht rauskomme.

Also habe ich mir Hilfe / regelmäßige Begleitung gesucht.
Einmal die Woche ein Zoomcall mit einer Seelsorgerin, später begann ich dann selber mit einer Coaching Ausbilding, weil es mir nicht schnell genug ging und ich so einen Wissensdurst hatte, wie wir Menschen auf der psychologischen Ebene funktionieren.
In der Ausbildungszeit hatte ich mehrere Coachings im Monat und regelmäßige Supervisionen.

Manche Dinge sieht man selbst einfach nicht und braucht einen Gegenüber, der einen spiegelt, reflektiert und ermutigt. So wie das Zitat von Martin Buber: Am Du erde ich zum Ich.

Diese Zeit war alles andere als angenehm. Manche Erkenntnis tat weh. Manche haben mich erschüttert. Manche wiederum erleichtert.

Aber ich war nicht mehr allein damit. Und das war der Wendepunkt. Die Emotion Scham hatte nicht mehr diese Macht über mich und hielt mich nicht mehr gefangen. Ich habe mit den Dingen, die sich mir zeigten gearbeitet und mit Begleitung verarbeitet.

Denn Emotionen sind Botschafter, keine Identitätsmerkmale. Sie möchten lediglich etwas kommunizieren. Lässt man sie jedoch ans Steuer, übernehmen sie das Ruder in deinem Leben und du wunderst dich: “Was ist bloß los? Wieso agiere ich so fremdgesteuert?”

Die Leichtigkeit kam dann plötzlich und wurde immer sichtbarer und spürbarer, sowohl für mich als auch meine Umgebung.

Das heißt nicht, dass das Mama-Sein heute immer leicht ist. Ich komme nach wie vor an meine Grenzen, und meine Resilienz wird bei neuen Konfliktsituation mit Partner oder Kind im Alltag aufs neue getestet und / oder trainiert.
Aber es fühlt sich nicht mehr so schwer und eng an. Und ich weiß, wenn ich aus einem Gedanken Loop nicht rauskomme und allein keine Lösung finde, buche ich mir wieder einen Coaching Termin. ☺️

Und genau deshalb glaube ich zutiefst:
Gerade in Phasen wie dem Mutterwerden brauchen wir Begleitung.
Eigentlich nicht nur dann, denn das Fundament für die Kinder beginnt ja schon viel eher, der Beziehung mit und zu deinem Partner. Wenn es da schon kriselt, sind Stress Situationen mit Kind schon vorprogrammiert.

Ich habe Dinge über mich und über Menschen gelernt, die ich so gerne vor meiner ersten Schwangerschaft – ja sogar vor meiner Ehe – gewusst hätte.
Diese Leichtigkeit und Freude, die ich jetzt verspüre, haben mir jahrelang gefehlt und ich bin so dankbar, sie endlich gefunden zu haben.

All das hat in mir einen tiefen Wunsch geweckt, dieses Wissen und das, was ich erlebt habe, mit anderen Frauen – Müttern, ja Eltern – zu teilen, um ihren Weg durch das Tal ein Stück weit leichter zu gestalten.

Aus dieser Erfahrung heraus ist der Eltern-Resilienz-Workshop entstanden.
Nicht als schnelle Lösung. Sondern als Raum, in dem du genau diese Prozesse nicht alleine gehen musst.

Vielleicht steckst du gerade mitten in einer Krise oder möchtest gerne mehr über dich selbst lernen, um deinen Alltag, den Stress und deine Emotionen mit mehr Freude und Selbstsicherheit zu regulieren.
Dann ist der Resilienz-Workshop genau das Richtige für dich!

Fazit:

Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht, ob es „normal“ ist, sich als Mama überfordert und einsam zu fühlen.

Sondern warum wir glauben, wir müssten da alleine durch.

Ich habe gelernt:
Nicht alles lässt sich mit mehr Disziplin, besserem Zeitmanagement oder positivem Denken lösen.

Manche Phasen brauchen einfach Begleitung.
Ehrliche Gespräche. Einen Raum, in dem Scham ihre Macht verliert.

Und vielleicht ist genau das kein Zeichen von Schwäche –sondern von Verantwortung. Dir selbst und deiner Familie gegenüber.

Du möchtest raus aus alten Mustern? Raus aus dem “so ist es halt eben” und rein in ein “ich gestalte aktiv mein Leben und meinen Alltag-Mindset”?

Du möchtest deine Emotionen nicht mehr unterdrücken müssen, sie aber interpretieren können, verstehen, was dich manchmal zu Überreaktionen treibt und unbewusst steuert?

Dann drücke hier auf den Button, ich begeleite dich gern auf der Reise in mehr Leichtigkeit und Freude als Mama.

 

 
 
 

Möchtest du mehr über Resilienz Training wissen?

Dann lass uns gern ein kostenloses Kennenlern-Gespräch ausmachen, wo ich dir schon erste wertvolle Impulse geben kann und wir anschließend gemeinsam schauen, ob eine Zusammenarbeit in Frage kommt.

 
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